Wie die eigene Gehirnleistung verbessern?

Montag, 15. Oktober 2018

Wie die eigene Gehirnleistung verbessern?

Unseren Gehirnen wird heute immer mehr abverlangt. Damit sie ihre besten Leistungen erbringen können, müssen wir sie in Topform halten. Lesen Sie hier mehr.

In der heutigen Wissensgesellschaft wird die Kopfarbeit immer wichtiger. Das heißt, dass wir immer leistungsfähiger, kreativer und fokussierter arbeiten können müssen. Grundlage dafür ist eine gute Gehirnleistung. Glücklicherweise kann dafür jeder Mensch selbst etwas tun. Wichtig sind die täglichen Kleinigkeiten, denn diese machen langfristig den Unterschied aus. Sehen wir uns an, an welchen Schrauben man drehen kann, um das eigene Gehirn so leistungsfähig wie möglich zu machen.

Körperliche Fitness

“Mens sana in corpere sano”, so lautet die lateinische Redewendung, die übersetzt soviel bedeutet wie “ein gesunder Geist in einem gesunden Körper”. Es wussten also schon die alten Römer, dass für eine gute Gehirnleistung auch ein fitter Körper dazu gehört.

Bewegung ist ein Schlüssel für mehr kognitive Leistungsfähigkeit.

Bewegt man sich kaum, sinkt der Pulsschlag. Dann kommt weniger Blut und damit Sauerstoff ins Gehirn. Es ist also nicht nur grundsätzlich wichtig, Sport zu machen. (Besonders gut sind übrigens Aktivitäten, die das kardiovaskuläre System des Körpers trainieren, also alles, was die Ausdauer verbessert.)

Auch regelmäßige Bewegungseinschübe während der Arbeit sind essentiell, um das Gehirn leistungsfähig zu halten.

Stress vermeiden

Stresshormone im Körper führen dazu, dass man nicht mehr klar denken kann. Cortisol lässt uns die erstbeste Option wählen und erhöht die Wahrscheinlichkeit für Überreaktionen. Das ist natürlich ganz schlecht für gute Leistung. Dem sollte man entgegensteuern, indem man sich aktiv mit den Themen Stressbewältigung und -vermeidung auseinandersetzt.

Fokus

Je fokussierter wir an etwas arbeiten, desto besser ist die geistige Leistungsfähigkeit. Nun stellt sich die Frage, wie man einen laserscharfen Fokus erreichen kann. Diesen erlangt man nicht von heute auf morgen, man muss ihn trainieren. Dafür gilt es, lange Zeit fokussiert zu arbeiten. Damit man aber überhaupt einmal fokussiert arbeiten kann, sind ein paar Dinge wichtig:

  • alle Ablenkungen beseitigen
  • alleine arbeiten
  • arbeiten in einer ruhigen Umgebung

Ernährung

Je besser die Ernährung, desto besser die Hirnleistung. Das Gehirn braucht Treibstoff, um Leistung zu erbringen. Deshalb sind eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten sowie ein weitgehender Verzicht auf Fertigprodukte bzw. Fast Food generell am besten. So bleibt das Gehirn in Topform.

Wasser

Der Mensch besteht zum Großteil aus Wasser. Kein Wunder also, dass Körper und Geist nicht richtig funktionieren, wenn wir dehydriert sind. Optimal sind zwei Liter pro Tag, es darf aber auch gerne mehr sein. Am besten geeignet sind übrigens ungesüßter Tee und ganz klassisches Wasser.

Schlaf

Während des Schlafs befreit sich das Gehirn von verschiedenen Giftstoffen, die sich im Laufe des Tages ansammeln. Bekommen wir nicht genügend Schlaf, bleiben diese metabolischen Abfallstoffe im Gehirn. Die Folge: das Gehirn kann nicht richtig arbeiten, wir fühlen uns schlapp, müde. Wir sollten also darauf achten, täglich sieben bis acht Stunden zu schlafen. Hier kommt es auf die Qualität an. Am besten schläft man in einem kühlen, ruhigen und vollkommen finsteren Raum.

Ein weiteres Argument für Schlaf: er ist essentiell, um neu gelernte Dinge zu festigen. Je mehr wir schlafen, desto schneller lernen wir.

Notizen machen

Kommen uns wichtige Infos in die „Quere”, denken wir uns meist: „Wow, das muss ich mir unbedingt merken.“ Fälschlicherweise nehmen wir dann an, dass das schon passieren wird. Schließlich ist es eine wichtige Information und wir wollen sie uns merken. Die Realität sieht leider anders aus: wir vergessen den Großteil von allem, was uns täglich begegnet. Deshalb sind Notizen – kurz und bündig – so wichtig.

Zusätzlich schaffen Notizen Raum im Kopf. Wir haben es aufgeschrieben und sozusagen externalisiert, wodurch wir anschließend mehr Fokus für andere Dinge haben.

Mnemotechniken nutzen

Das Gehirn denkt in Bildern und ist eine riesige Assoziationsmaschine. Mit der Hilfe von Mnemotechniken, die sich diese Prinzipien zunutze machen, kann man sich Informationen viel schneller merken als sonst. Eine Beschäftigung mit diesem Thema lohnt sich.

Kreativität nutzen

Wer sich in seiner Freizeit mit kreativen Dingen beschäftigt, hat eine bessere Chance, auch in der Arbeit über den Tellerrand hinauszublicken und kreative, geistreiche Lösungen für Probleme zu finden. Des Weiteren sind kreative Tätigkeiten ein hervorragender Ausgleich zum stressigen Job bzw. Alltag.

Pausen

Bei all der Anstrengung, dem Stress und dem Zeitmangel in der heutigen Zeit wird oft auf ein wichtiges Detail vergessen: Pausen. Unser Gehirn braucht regelmäßige Mußezeiten, wo es nicht auf Hochtouren arbeitet. Fehlen diese, nimmt die kognitive Leistungsfähigkeit mehr und mehr ab.

Komfortzone verlassen

Damit das Gehirn nicht nur leistungsfähig ist, sondern es auch im hohen Alter noch bleibt, muss man es trainieren. Das funktioniert nur, indem man die eigene Komfortzone verlässt und sich immer neuen Herausforderungen stellt. Dreht sich einem beim Gedanken an eine Herausforderung am Anfang der Magen um, dann ist sie genau richtig. Es müssen Aufgaben sein, die frustrieren, ermüden und uns an unsere physischen und psychischen Grenzen bringen.

Kreuzworträtsel, Sudokus und Co. sind zwar nett, aber nur bei den wirklich anstrengenden Dingen gibt es langfristig etwas zu gewinnen. Eine neue Sprache, ein neues Musikinstrument, Tanz – alles, was uns zunächst ein wenig Abscheu empfinden lässt, ist perfekt. Und ganz wichtig dabei: nicht aufgeben.

In diesem Sinne: es gibt verschiedene kleine und große Dinge, die man machen bzw. verbessern kann, um die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu steigern. Wie immer das Wichtigste: man muss es auch tun.