Was ist der gesündeste Sport der Welt?

Dienstag, 14. Mai 2019

Was ist der gesündeste Sport der Welt?

Sportarten gibt es viele und alle Experten empfehlen, dass wir nicht nur Kraft oder kardiovaskuläre Ausdauer, sondern auch Flexibilität, Muskelausdauer und Hand-Augen-Koordination trainieren. Doch wäre es nicht schön, wenn man nur eine Sportart machen müsste und damit so gesund wie möglich zu bleiben, weil die meisten dieser Dinge damit abgedeckt würden?

Untersuchungen und Umfragen zu den gesündesten Sportarten gibt es schon viele. Hier wollen wir die Ergebnisse von einer Umfrage und einer Studie vorstellen.

Forbes-Magazin

Das Forbes-Magazin hat schon vor einigen Jahren Personal Trainer, Coaches und Sportwissenschafter gefragt, was der gesündeste Sport wäre. Dabei wurden verschiedene Kategorien definiert und Punkte verteilt. Die Sportarten wurden untersucht hinsichtlich

  • kardiovaskulärer Ausdauer
  • Muskelstärke
  • Muskelausdauer
  • Flexibilität
  • verbrachten Kalorien in 30 Minuten
  • und dem Verletzungsrisiko.

Bei den Ergebnissen finden sich einige erwartete Sportarten, aber auch einige unerwartete, so z. B. auch der Sieger. Laut Forbes ist der gesündeste Sport der Welt nämlich Squash. Die Erklärung dafür ist, dass beim Squash die aerobische Fitness verbessert wird (was kardiovaskuläre Ausdauer und Muskelausdauer erhöht), Stärke in Armen und Beinen aufgebaut wird, viele Kalorien verbrannt werden, die Flexibilität durch die vielen streckenden Bewegungen trainiert wird und das Verletzungsrisiko sich in einem vertretbarem Rahmen hält. Dazu kommt eine verbesserte Hand-Augen-Koordination und verbesserte Konzentration.

Hier sind die zehn gesündesten Sportarten der Welt laut Forbes in absteigender Reihenfolge:

  1. Squash
  2. Rudern
  3. Felsklettern
  4. Schwimmen
  5. Langlaufen
  6. Basketball
  7. Radfahren
  8. Laufen
  9. Moderner Fünfkampf
  10. Boxtraining

Studie aus dem British Journal of Sports Medicine

Im British Journal of Sports Medicine wurde außerdem eine Studie veröffentlicht, an der mehrere Universitäten teilnahmen und die sich mit dem Zusammenhang von bestimmten Sportarten mit der allgemeinen Sterblichkeit auseinandersetzten.

Dabei wurden 80.306 Personen in Großbritannien über ihre Sportgewohnheiten befragt und über die nächsten Jahre wurden die Todesfälle registriert. Dann wurden Verbindungen zwischen der Frage, wie lange ein Person lebte und ob sie eine Sportart ausführte, hergestellt. Die Sportarten, die abgefragt wurden, waren:

  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Aerobische Übungen (Gymnastik, Tanzen ...)
  • Laufen
  • Fußball (Fußball und Rugby)
  • Schlägersportarten (Badminton, Tennis, Squash)

Nach Analyse der Zahlen und Berücksichtigung verzerrender Faktoren (Alter, Alkoholkonsum, Tabakkonsum, ...) ergaben sich folgende Ergebnisse. Die Todeswahrscheinlichkeit verringerte sich während der Studiendauer wie folgt:

  • Radfahren: 15 %
  • Aerobische Übungen: 27 %
  • Schwimmen: 28 %
  • Schlägersportarten: 47 %

Es gab keine statistisch signifikant reduzierte Todeswahrscheinlichkeit während der Studie für Leute, die Fußball spielten oder regelmäßig laufen gingen. Das kann aber auch daran liegen, dass die Zahl der gestorbenen Leute (z. B. 68 von 4.012 Läufern) zu klein war und die Statistik so verzerrt wurde.

Fazit

Interessant ist es, wenn man die Ergebnisse dieser Studie mit der Forbes-Umfrage vergleicht. Auch dort ist mit Squash eine Schlägersportart ganz vorne, es finden sich aber auch Schwimmen, Radfahren und Laufen in der Liste.

Letztendlich kann man aber schlussfolgern, dass jeder Sport besser ist als gar kein Sport. Jede Art von sportlicher Aktivität reduziert das Sterblichkeitsrisiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Co. Am wichtigsten ist, dass man eine Sportart findet, die Spaß macht. Je mehr man es genießt, desto eher bleibt man langfristig am Ball.