Coprinus von Hawlik

In Europa zu Hause

Sein schlanker, weißer Hut bietet hierzulande einen häufigen Anblick im Wald, auf Wiesen und sogar in Gärten: Der Coprinus hat im Gegensatz zu vielen anderen Vitalpilzen eine europäische Heimat und ist auch als schmackhafter Speisepilz unter Pilzsammlern beliebt. Die Analyse seiner Inhaltsstoffe hat inzwischen dazu geführt, dass er sich neben Reishi, Shiitake und Co. sowohl in Europa als auch in Asien einen festen Platz in der Gruppe der Vitalpilze erobert hat.

Der Spargelpilz

Zwei deutsche Namen trägt der Coprinus: Schopftintling und Spargelpilz. Während Letzterer dem feinen Aroma geschuldet ist, das eindeutig an das zarte weiße Stangengemüse erinnert, hat Ersterer mit einer echten Besonderheit des Pilzes zu tun: Mit zunehmendem Alter rollt sich der Hut des Coprinus vom Rand her auf, verfärbt sich und zerfließt schließlich als eine schwarze Flüssigkeit, in der die Sporen vom Hut aus auf den Boden tropfen. Diese Flüssigkeit wurde früher als Tinte benutzt.
Heute hat sich die Verwendung teilweise gewandelt: Als Speisepilz wird der Coprinus noch immer geschätzt, daneben hat er als Vitalpilz sowohl in der europäischen Mykotherapie als auch in der traditionellen chinesischen Medizin einen festen Platz eingenommen. Nachgewiesen wurden unter anderem ein – für Pilze - hoher und in sich ausgewogener Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementgehalt. Von Bedeutung ist daneben die hohe Eiweißkonzentration und dabei speziell die Tatsache, dass der Coprinus alle für den Menschen essenziellen Aminosäuren enthält.

“Unsere Nahrungsmittel sollen Heilmittel,
und unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.”

Hippokrates